15.12.2015 15:06 Alter: 6 yrs
Kategorie: top aktuell

Ansfelden startet als "Couragierte Gemeinde"

Pilotgemeinde bei einem Pilotprojekt: Die Stadt Ansfelden hat es wieder geschafft, ganz vorne mit dabei zu sein und ist ab sofort Schauplatz eines der interessantesten und innovativsten Sicherheitsprojekte im deutschsprachigen Raum: Ansfelden ist ab sofort "Couragierte Gemeinde".


Pilotprojekt für ganz Österreich

Das Konsortium/Projektteam (von links nach rechts): Wolfgang Baaske (Studia), Elisabeth Kumpl-Frommel, Birgit Appelt (Spes Familienakademie), Günter Kobleder (Polizei), Hans Steinkellner (Institut für neue Autorität), Bettina Lancaster (Studia) , Grischa Schmied (Fachhochschule St. Pölten)l, Günter Kienböck (Jugendbüro Ansfelden), Elisabeth Jochim, Dietmar Haider (Polizei)

Jugendliche und Erwachsene profitieren

Beteiligte Organisationen

Fördergeber

Ziele dieses Projektes, das sich über 2 Jahre erstreckt, sind neue Ideen zur  Sicherheit in der Stadt zu entwickeln, den sozialen Frieden zu stärken und ein respektvolles Miteinander zu fördern.

"Neue Autorität": Ganz anders als die "Alte"

Grundlage dabei ist das  Konzept der "Neuen Autorität", das von Prof. Haim Omer (Universität Tel Aviv) und seinem Team entwickelt wurde. Nachdem sich dieses Konzept in den letzten Jahren bereits in Familien, der Jugendarbeit und in  Schulen bewährt hat, wird es nun erstmals auf kommunaler Ebene erprobt.
Die "Neue Autorität" unterscheidet sich fundamental von der "Alten". Ging es bei Autorität früher um Kontrolle, Dominanz, Gehorsam - meist verbunden mit Distanz und Angst, manchmal auch mit Gewalt - sind es bei der "Neuen" Persönlichkeit, gemeinschaftliche Lösung von Konflikten und ein respektvolles, lösungsorientiertes Miteinander gefordert.

Projektpartner/innen aus ganz Oberösterreich und darüber hinaus

Als Träger dieses Vorhabens hat sich  ein kompetentes Projektteam gebildet, in dem folgende Organisationen zusammenarbeiten:

- STUDIA: Studienzentrum für internationale Analysen
- SPES Familien-Akademie
- Bundesministerium für Inneres - Landespolizeidirektion OÖ - Polizei Ansfelden
- INA - Institut für neue Autorität (INA)
- Fachhochschule St. Pölten
- Stadtgemeinde Ansfelden - Jugendbüro


Erste konkrete Schritte: Ein Bündnis gegen Gewalt

In nächster Zeit wird im Zuge dieses Projektes ein Bündnis gegen Gewalt und Vandalismus in der Stadtgemeinde Ansfelden eingerichtet, zu dem Vertreter/innen von Stadtgemeinde, Vereinen, Initiativen, Bildungseinrichtungen, Polizei, Jugendliche sowie aktive Bürger/innen eingeladen werden. Dieses Bündnis setzt sich für einen guten Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen der Stadt und einen wertschätzenden Umgang miteinander ein. Gemeinsam entwickelt dieses Bündnis Maßnahmen, die den Sicherheitswunsch der Bewohnerinnen und Bewohner ernst nehmen und Sicherheitsgefühl und den Zusammenhalt stärken.

 

 

Jugendliche und Erwachsene profitieren

Von der "Couragierten Gemeinde" werden sowohl Jugendliche, wie auch Erwachsene profitieren. Bürger/innen der Stadt aller Altersschichten werden befähigt:

- Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen, 
- mit den Jugendlichen und anderen Bürger/innen  der Gemeinde in Beziehung zu gehen 
- und Grenzen und Maßnahmen mittels gewaltfreien Widerstands zu setzen.

 

Die Handlungsfähigkeit der Gemeinschaft wird mit den sozial innovativen Methoden der "Neuen Autorität" gestärkt.


Damit ist auch klar, worum es bei diesem Projekt geht: Stabile Netzwerke und respektvolle Beziehungen bieten den Jugendlichen einen kompetenten, sorgsamen und sicheren Orientierungs- und Handlungsrahmen. Dieser stellt damit auch eine wichtige Form der Prävention von Gewalt und Vandalismus dar. Ausgeschlossen ist, dass persönliche Daten oder Informationen über Jugendliche oder Bürger/innen in diesem neuen Netzwerk ausgetauscht werden. Die IT-Lösung der FH St. Pölten gewährleistet den Datenschutz, unterstützt aber gleichzeitig das koordinierte Vorgehen der Bündnispartner/innen.

 

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

KIRAS-Portal: http:// www.kiras.at

Homepage des bmvit: http://www.bmvit.gv

 


mehr Infos bei: Günter Kienböck (Jugendkoordinator): 0676/898 480 201